Für Fertigungsunternehmen, die Microsoft Dynamics NAV einsetzen, kann der Wechsel zu Microsoft Dynamics 365 Business Central eine Gelegenheit sein, bestehende Prozesse zu überprüfen, Auswertungen zu verbessern und sich auf zukünftige Anforderungen vorzubereiten.
Eine erfolgreiche Migration bedeutet jedoch mehr, als Daten in eine neue Umgebung zu übertragen. Unternehmen müssen verstehen, wie Anpassungen, Schnittstellen, Produktionsprozesse und historische Daten behandelt werden sollen.
Lesen Sie zunächst die offizielle Microsoft-Dokumentation zur Migration von Dynamics NAV zu Business Central. Der geeignete Migrationsweg hängt unter anderem von Ihrer NAV-Version, dem Betriebsmodell, den Anpassungen und Ihren Geschäftsanforderungen ab.
West Beach Dynamics unterstützt Unternehmen mit Business-Central-Beratung und Services bei der Bewertung ihrer ERP-Anforderungen und der Planung der nächsten Schritte.
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Analysieren Sie Ihre bestehende Dynamics-NAV-Umgebung
Dokumentieren Sie zunächst Ihre aktuelle Systemlandschaft.
Erfassen Sie die eingesetzte NAV-Version, den Betrieb vor Ort oder in einer gehosteten Umgebung, die Datenbank und Infrastruktur sowie installierte Erweiterungen, Schnittstellen und individuelle Entwicklungen.
Identifizieren Sie außerdem die Geschäftsprozesse, die von NAV abhängen. In Fertigungsunternehmen betrifft das beispielsweise Einkauf, Lager, Stücklisten, Produktionsaufträge, Kalkulation, Lagerlogistik und Finanzberichterstattung.
Diese Bestandsaufnahme bildet die Grundlage für die Entscheidung, welche Bestandteile übernommen, verbessert, ersetzt oder nicht mehr benötigt werden.
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Prüfen Sie Anpassungen und Erweiterungen
Im Laufe der Jahre sammeln sich in vielen NAV-Systemen individuelle Anpassungen und branchenspezifische Erweiterungen an. Manche sind geschäftskritisch, andere erfüllen möglicherweise Anforderungen, die heute nicht mehr relevant sind.
Prüfen Sie für jede Anpassung:
- Wird die Funktion weiterhin benötigt?
- Kann die Standardfunktionalität von Business Central die Anforderung abdecken?
- Gibt es eine geeignete und kompatible Erweiterung?
- Beeinflusst die Anpassung Produktion, Kalkulation, Lager oder Berichterstattung?
- Wer ist für Wartung und Weiterentwicklung verantwortlich?
Nicht jede vorhandene Anpassung muss automatisch neu entwickelt werden. Eine Migration bietet die Möglichkeit, unnötige Komplexität zu reduzieren.
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Bewerten Sie Ihre Fertigungsprozesse
Fertigungsunternehmen sollten insbesondere Produktionsplanung, Stücklisten, Arbeitspläne, Kapazitäten, Lagerbestände, Kalkulation und gegebenenfalls Fremdvergabe berücksichtigen.
Dokumentieren Sie, wie diese Prozesse heute in NAV ablaufen und welche Probleme bestehen. Ordnen Sie anschließend die Anforderungen der geplanten Business-Central-Umgebung zu.
Die offizielle Microsoft-Dokumentation zur Fertigung in Business Central bietet einen Überblick über relevante Funktionen. Klären Sie mit Ihrem Implementierungspartner, welche Funktionen für Ihre Anforderungen und Lizenzierung verfügbar sind.
Gehen Sie nicht davon aus, dass eine Migration bestehende Prozessprobleme automatisch löst. Anforderungen und Konfiguration müssen gezielt geprüft werden.
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Prüfen Sie Datenqualität und Migrationsumfang
Eine Migration ist ein guter Zeitpunkt, um Stammdaten zu überprüfen und festzulegen, welche historischen Informationen übernommen werden müssen.
Berücksichtigen Sie insbesondere:
- Kunden-, Lieferanten- und Artikelstammdaten.
- Stücklisten und fertigungsbezogene Daten.
- Lagerbestände und Bestandsbewertung.
- Offene Verkaufs-, Einkaufs- und Produktionsvorgänge.
- Finanzsalden und Anforderungen an historische Auswertungen.
- Doppelte, unvollständige oder veraltete Datensätze.
Definieren Sie den Umfang der Datenmigration vor Projektbeginn. Nicht jede historische Information muss zwingend in der neuen Umgebung verfügbar sein. Entscheidungen über Archivierung oder Ausschluss sollten jedoch dokumentiert und freigegeben werden.
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Erfassen Sie Schnittstellen und Berichtswesen
Listen Sie alle Systeme auf, die Daten mit NAV austauschen. Dazu können E-Commerce-Plattformen, Lagerverwaltungssysteme, EDI, Versandlösungen, Produktionsanwendungen und Reporting-Systeme gehören.
Dokumentieren Sie für jede Schnittstelle ihren Zweck, Datenfluss, Verantwortliche und geschäftliche Bedeutung.
Prüfen Sie außerdem, welche Berichte und Dashboards Ihre Mitarbeitenden benötigen. Eine Auswertung, die in der bisherigen Umgebung funktioniert, muss nach der Migration möglicherweise angepasst oder ersetzt werden.
So lassen sich wichtige Informationsflüsse frühzeitig berücksichtigen.
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Planen Sie Tests, Schulungen und Go-live
Ein Migrationsplan sollte realistische Tests anhand typischer Geschäftsabläufe enthalten.
In der Fertigung können dazu Materialbeschaffung, Bestandsprüfung, Erstellung und Freigabe von Produktionsaufträgen, Materialverbrauch, Fertigmeldungen, Kostenbuchungen, Versand und Finanzberichte gehören.
Beziehen Sie Mitarbeitende aus Produktion, Planung, Einkauf, Lager und Finanzwesen ein. Sie erkennen häufig Probleme, die bei rein technischen Tests unentdeckt bleiben.
Planen Sie außerdem Schulungen, Verantwortlichkeiten, Umstellungsaktivitäten, Support und Notfallverfahren. Legen Sie vor dem Go-live fest, wer die Freigabe erteilt und wie mit Problemen umgegangen wird.
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Vergleichen Sie die möglichen Migrationswege
Der geeignete Weg hängt von Ihrer aktuellen NAV-Umgebung und den Anforderungen Ihres Unternehmens ab. Die Möglichkeiten unterscheiden sich unter anderem nach Version, Betriebsmodell, verfügbaren Migrationstools und individuellen Anpassungen.
Vergleichen Sie anhand Ihrer Bestandsaufnahme die Optionen, Risiken, den Aufwand, den Zeitplan und die langfristige Wartbarkeit. Lassen Sie die technische Machbarkeit von einem Partner prüfen, der sowohl Ihre bestehende Umgebung als auch die Zielplattform versteht.
Erstellen Sie einen realistischen Migrationsplan
Bevor Sie ein vollständiges Projekt beauftragen, sollten Sie eine dokumentierte Bewertung erstellen, die folgende Punkte umfasst:
- Bestehende NAV-Umgebung und individuelle Anpassungen.
- Benötigte Fertigungs- und Finanzprozesse.
- Umfang der Datenmigration und Archivierung.
- Schnittstellen und Berichtswesen.
- Tests, Schulungen und Verantwortlichkeiten für den Go-live.
- Risiken, Abhängigkeiten und notwendige Entscheidungen.
Wenn Ihr aktuelles System schwer zu warten ist oder Anforderungen unklar sind, kann eine unabhängige Analyse helfen, Prioritäten zu setzen, bevor größere Investitionen beschlossen werden.
Weitere allgemeine Informationen finden Sie in der offiziellen Microsoft-Dokumentation zu Dynamics 365 Business Central.
Besprechen Sie Ihre Umstellung von NAV auf Business Central
Eine erfolgreiche Migration beginnt mit einem klaren Verständnis Ihrer aktuellen Umgebung und den gewünschten Ergebnissen für Ihr Unternehmen.
Kontaktieren Sie West Beach Dynamics und besprechen Sie Ihre Dynamics-NAV-Umgebung, Ihre Fertigungsanforderungen und einen möglichen Migrationsplan.
Weiterführender Artikel: Business Central für die Fertigung: 7 Anzeichen, dass Ihr ERP nicht mehr zu Ihren Produktionsprozessen passt [Artikel-URL nach Veröffentlichung ergänzen].
Beitragsbild: ERP-Berater und Fertigungsleiter prüfen gemeinsam einen Migrationsplan und Produktionsdaten auf einem Laptop.


